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Märkische Landsitze des Berliner Bürgertums
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Zwischen
Börsenparkett und Waldeinsamkeit Siegfried
Bieber und das Haus Dahmshöhe bei Fürstenberg/Havel
Inhalt: 2.
Danzig, London, New York - und wieder London 3.
In der Berliner Handels-Gesellschaft Im
Jahr 1873 wurde Siegfried Bieber im westpreußischen Czersk geboren. Dieser Ort,
etwa 80 km südwestlich von Danzig am Nordrand der Tucheler Heide, einem dünn
besiedelten Wald- und Jagdgebiet gelegen, erhielt im gleichen Jahr einen Bahnhof
an der preußischen Ostbahn, die Berlin mit der Hauptstadt Ostpreußens, Königsberg,
verband. Bis dahin hatte die Ostbahn Czersk und den ganzen Kreis Konitz in einem
weit nach Süden ausholenden Bogen umfahren. Durch die neue, kürzere Streckenführung
kam die Eisenbahn nach Czersk. Der Ort war 1772 im Zuge der ersten polnischen
Teilung zu Preußen gekommen - mit damals erst 186 Einwohnern. Erst im Jahr 1827
setzte mit dem Bau der Straße Berlin – Königsberg ein deutlicher Aufschwung
ein. 1871,
zwei Jahre vor Siegfried Biebers Geburt, unterschied man im Ort zwei
Verwaltungseinheiten, das königliche Dorf Czersk und das königliche Gut
Czersk. Beide zusammen hatten inzwischen rund 2200 Einwohner, unter denen man
1547 mit katholischer, 446 mit
evangelischer und 205 mit jüdischer Religionszugehörigkeit zählte. Man kann
davon ausgehen, dass die katholischen Einwohner der polnischen bzw.
kaschubischen Ethnie angehörten, die evangelischen Einwohner hingegen der
deutschen Volksgruppe. Die Juden standen kulturell der deutschen Seite näher,
bewahrten aber ihr Eigenleben. Die
Bevölkerung von Czersk war, an heutigen Maßstäben gemessen, sehr jung; 29,7
Prozent waren noch keine zehn Jahre alt. Auch war die Mobilität überraschend
hoch, denn 38,9 Prozent waren am Stichtag der Volkszählung nicht „ortsgebürtig“.
Der Bildungsstand der meisten Bewohner war niedrig. Von denen, die über zehn
Jahre alt waren, konnte mehr als die Hälfte nicht lesen und schreiben. Zu dieser Zeit war das aufstrebende Czersk nach den Städten Konitz und Tuchel der drittgrößte Ort im Kreis. Seine relativ zahlreichen Bewohner konnten von den land- und forstwirtschaftlichen Erträgen der mageren Sandböden allein ihren Unterhalt nicht bestreiten. Alles spricht dafür, dass Handel und Kleingewerbe damals bereits für viele Familien die Lebensgrundlage bildeten. Dies galt mit Sicherheit in ganz besonderem Maße für die jüdischen Bewohner. Auch Siegfried Bieber entstammte einer dieser jüdischen Familien. Allerdings ist über seine familiäre Herkunft bisher trotz umfangreicher Bemühungen nichts zu ermitteln gewesen. Eine jüdische Familie Bieber gab es zur gleichen Zeit in der etwa 50 km südöstlich gelegenen Kreisstadt Schwetz. Ob verwandtschaftliche Beziehungen zwischen beiden Familien bestanden haben, ist ungeklärt. Danzig,
London, New York -
und wieder London Der
Lebensweg Siegfried Biebers führte ihn bereits in jungen Jahren, vielleicht
schon als Kind, nach Danzig. Jedenfalls hat er sich später offenbar selbst als
Danziger bezeichnet. Die bedeutende Hafenstadt an der Ostsee erwies sich für
den jungen Mann als Tor zur Welt. Wahrscheinlich konnte er sich hier
Fremdsprachenkenntnisse und kaufmännisches Wissen, vielleicht auch schon im
Bankfach, aneignen. Dies sollte ihm den Sprung auf die nächste Station seiner
beruflichen Laufbahn erleichtern. Von Danzig aus ging Siegfried Bieber nach
London, wo er einige Jahre in der Niederlassung der französischen Großbank Crédit
Lyonnais gearbeitet hat. In London heiratete Siegfried Bieber die katholische
Tschechin Josephine Postolkova, mit der er bis an sein Lebensende verbunden
blieb. Nach allem, was wir wissen, blieb das Ehepaar kinderlos. Von London aus
ging Siegfried Bieber mit seiner jungen Frau nach New York. Rückblickend
betrachtet, war eine so frühzeitige Eheschließung unter den führenden
deutschen Bankiers der Kaiserzeit und der Weimarer Republik nicht üblich.
Allerdings ist zu bedenken, dass Siegfried Bieber damals am Anfang einer
Karriere stand, deren weiterer Verlauf noch gar nicht abzusehen war. Zum
Zeitpunkt seiner Eheschließung war er ein talentierter junger Mann im Bankgeschäft,
weiter nichts. Das unterschied ihn von manch anderen jungen Männern in dieser
Branche, die als Söhne wohlhabender Bankiers an den Bankplätzen der Welt ihre
Erfahrungen sammelten und vorläufig nicht daran dachten, eine Familie zu gründen. Einer
dieser Bankierssöhne, Paul Wallich, der ab September 1908 ein sechsmonatiges
Volontariat bei Goldman Sachs & Co. in New York ableistete, traf dort
Siegfried Bieber als Leiter des Foreign Exchange Department, „das, wie das
Devisengeschäft fast überall in der Welt, von deutschen Köpfen und Händen
betrieben wurde“. Wallich erwähnt bei dieser Gelegenheit, Siegfried Bieber
sei immer ein guter Deutscher geblieben, „ebenso wie seine aufgeregte und übergeistreiche,
aber im Grunde gutmütige Frau noch immer eine gute Tschechin war. Die beiden
bildeten wohl das nervöseste Ehepaar, dem ich begegnet bin. Bei ihm lag es
allerdings im Beruf ...“. Die
Weichen für eine Rückkehr Siegfried Biebers und seiner Frau nach London wurden
im Sommer 1911 gestellt. Inzwischen hatte Otto Joël, Mitbegründer der Mailänder
Banca Commerciale Italiana, Ausschau nach einem geeigneten Mann gehalten, der
dieser Bank ein Standbein in der britischen
Metropole verschaffen sollte. Am 22. Juli schrieb Otto Joël an Paul von
Schwabach, Chef des Bankhauses Bleichroeder: „Vorlaeufig erwarte ich ...
naechste Woche die Herren, die unsere im Herbst in London zu eroeffnende Filiale
organisiren sollen. Wir haben die Chance gehabt, an erster Stelle einen nach
allgemeiner Ansicht, unter andern des auf diesem Gebiet so competenten Herrn
[Hermann] Wallich, hervorragend tuechtigen Mann zu finden, ein Herr Bieber, der
lange in London in verschiedenen Stellungen, ich glaube auch bei der
Disconto-Gesellschaft, war, und jetzt als Foreign Manager mit grossem Erfolg bei
Goldman, Sachs & C. in New York wirkt.“ Wie
geplant, übernahm Siegfried Bieber die Leitung der Londoner Filiale. Hier
begegnete er im Herbst des Jahres 1912 dem damals 22jährigen Hans Fürstenberg,
Sohn des legendären Berliner Bankiers Carl Fürstenberg. Der junge Mann war
nach seiner Lehrzeit in der väterlichen Bank für ein halbes Jahr als Volontär
an die von Siegfried Bieber geleiteten Filiale der BCI geschickt worden. Diese
Begegnung sollte für Siegfried Bieber folgenreich werden. Außer den üblichen
Höflichkeitsbesuchen scheint es in London aber nicht zu privaten Kontakten
zwischen dem jungen Fürstenberg und dem Ehepaar Bieber gekommen zu sein. In
London bewohnten die Biebers „das schöne Haus Beachworth in Hampstead
Heath“. An
dieser Stelle mag noch erwähnt werden, dass sowohl Otto Joël als auch Carl Fürstenberg
aus dem jüdischen Bürgertum der Stadt Danzig stammten. Ob dies in irgendeiner
Weise Einfluss auf die Beziehung der beiden Bankiers zu Siegfried Bieber gehabt
hat, muss dahingestellt bleiben. Gleich
zu Beginn des ersten Weltkriegs wurde Siegfried Bieber als männlicher deutscher
Staatsangehöriger im wehrfähigen Alter in ein britisches Internierungslager
verbracht. Nun setzten breit gefächerte Bemühungen ein mit dem Ziel, Bieber
wieder an seinen Arbeitsplatz zurückzuholen. Auch der italienische Konsul als
Vertreter des zunächst noch neutral gebliebenen Heimatlandes der Bank wurde
darin einbezogen. Unabhängig
davon erwies es sich, dass London nicht nur während des Krieges, sondern auch
nach dessen Beendigung nicht mehr der Platz war, an dem ein Deutscher in
leitender Stellung tätig sein konnte. Die Zeiten waren vorbei, von denen Hans Fürstenberg
berichtet: „Auch im Büro, wie überhaupt in weiten Kreisen der Londoner City,
war Deutsch damals die meistverbreitete Sprache, und Englisch redete ich fast
nur mit der Kellnerin ...“ Bis 1914 war es nicht nur selbstverständlich gewesen, dass eine Bankenkarriere Stationen wie London, Paris, Berlin, Wien, New York, Petersburg oder Moskau einschloss. Auch die Familienbeziehungen waren derart international, dass man an diesen Bankplätzen seinen Geschwistern, Cousins oder der künftigen Ehepartnerin begegnen konnte. Biebers Stellvertreter in London, ein Herr Goldschmid aus dem damals noch österreichischen Triest, war mit einer Tunesierin verheiratet, die „völlig französisch erzogen“ war. Hans Fürstenberg hatte eine Russin zur Frau, sein Vater Carl eine Polin. Auch wenn diese Verhältnisse als eine Vorwegnahme der heutigen Globalisierung erscheinen mögen, so war doch die Lebenseinstellung anders geprägt, als es heute im so genannten Jet Set zu beobachten ist. Man fand eine feste Verankerung in lebenslang gültigen Grundüberzeugungen und ebenso dauerhaften familiären und freundschaftlichen Beziehungen. In
der Berliner Handels-Gesellschaft Auf
Anregung von Hans Fürstenberg trat Siegfried Bieber 1919 als persönlich
haftender Gesellschafter in die Berliner Handels-Gesellschaft ein. Dies war ein
sehr einflussreiches Kreditinstitut, das seine Aufgabe in der Abwicklung großvolumiger
Bankgeschäfte sah und deshalb auch kein Filialnetz unterhielt. Aus diesem Grund
war es in der breiten Öffentlichkeit auch weniger bekannt als andere Großbanken.
Die Berliner Handels-Gesellschaft war über lange Zeit verbunden mit dem
Namen von Carl Fürstenberg, einer der populärsten Figuren in der Berliner
Finanzwelt, über den ungezählte Anekdoten im Umlauf waren. Der
Seniorchef der Berliner Handels-Gesellschaft, damals bereits im Alter von 68
Jahren stehend, hatte kurz nacheinander vier jüngere Männer in den Kreis der
Geschäftsinhaber geholt, zuerst Dr. Gustav Sintenis und Dr. Otto Jeidels, etwas
später dann seinen Sohn Hans Fürstenberg sowie Siegfried Bieber. Die veränderten
Verhältnisse hatten eine
inhaltliche und personelle Neuorientierung des Bankhauses nötig gemacht. Im
Kreis der vier neuen Geschäftsinhaber (neben denen Carl Fürstenberg jedoch
weiterhin entscheidenden Einfluss behielt) unterschied sich Siegfried Bieber in
mehr als einer Hinsicht von den drei anderen. Gustav
Sintenis war um die Jahreswende 1918/19, bei der Neuformierung der Gesellschaft,
39 Jahre alt. Nach juristischer Promotion, Assessorexamen und Tätigkeit im
Staatsdienst war der Sohn eines Landgerichtspräsidenten bereits 1907 in die
Bank eingetreten und hatte es dort drei Jahre später zum Ersten Syndikus
gebracht. Otto Jeidels, drei Jahre jünger als Gustav Sintenis, entstammte einer
angesehenen Frankfurter Bankiers- bzw. Kaufmannsfamilie. Nach seiner Promotion
im Jahr 1905 hatte er im In- und Ausland Erfahrungen im Bankwesen und in der
Industrie sammeln können, bevor er 1909 in die Berliner Handels-Gesellschaft
eintrat. Hans Fürstenberg, geboren 1890, war um einige Jahre jünger als die
drei anderen neu berufenen Geschäftsinhaber. Er kannte die Bank, seitdem er im
Oktober 1910 dort als Lehrling seine Arbeit aufgenommen hatte. Auch er verfügte
über umfangreiche Auslandserfahrungen. In
diesem Viergespann war Siegfried Bieber also der einzige, von außen kommende
Quereinsteiger, während die drei anderen mit den Geschäften und
Gepflogenheiten des Bankhauses bereits vertraut waren. Doch nicht nur dies
unterschied ihn von den drei Kollegen. Auch Herkunft und Bildungsgang zogen eine
unsichtbare, aber stets gegenwärtige Trennlinie. Die Zugehörigkeit zum
gehobenen Bürgertum durch familiäre Herkunft und Erziehung, Besuch eines
renommierten Gymnasiums, Universitätsstudium und Militärdienstzeit waren dabei
ebenso von Bedeutung wie die sorgfältig ausgewählten ersten Stationen der
beruflichen Laufbahn. Entsprechend fällt die Selbstdarstellung von Gustav
Sintenis, Otto Jeidels und Hans Fürstenberg z.B. im „Reichshandbuch der
deutschen Gesellschaft“ aus. Unter
dem Namen Siegfried Bieber fehlen dort solche Angaben vollständig; und man darf
wohl annehmen, dass nicht nur ausgeprägte Bescheidenheit und Zurückhaltung die
Ursache dafür waren. Wenn die Eltern Siegfried Biebers in Czersk eine einigermaßen
herausragende Rolle gespielt hätten (was in einem Ort dieser Größe und Lage
ohnehin schwer vorstellbar ist), so würde der Name Bieber an irgendeiner Stelle
auftauchen. Und auch wenn die Biebers frühzeitig nach Danzig gegangen sein
sollten, so gehörten sie dort nicht zu den allgemein bekannten Familien. Als
Siegfried Bieber im Jahr 1911 die Londoner Filiale der Banca Commerciale
Italiana übernehmen sollte, schrieb der Chef dieses Hauses, Otto Joël, selbst
ein gebürtiger Danziger, an Julius Frey von der Schweizerischen Kreditanstalt
über seinen Kandidaten: „Ich kenne ihn nicht, obgleich wir Danziger
Landsleute sind.“ Es
spricht alles dafür, dass sich Siegfried Bieber in London beim Crédit Lyonnais
und in New York bei Goldman Sachs & Co. als typischer Selfmademan einen
Namen gemacht hatte, womit er die fehlenden Standards eines großbürgerlichen
Entwicklungsweges weitgehend, aber nicht vollständig ausgleichen konnte. Seine
Stellung als Geschäftsmitinhaber einer deutschen Großbank brachte Siegfried
Bieber nicht nur Ansehen und ein hohes Einkommen, ihr entsprach auch ein
gehobener Lebenszuschnitt. Im Jahr 1923 oder 1924 bezog Siegfried Bieber in der
Nikischstraße 4 eine Grunewald-Villa, und auch ein Auto mit eigenem Chauffeur
(ein Herr Matscheuer) gehörte jetzt dazu. Auf der anderen Seite der Nikischstraße,
gegenüber der Villa, lag das weiträumige Anwesen des Verlegers Louis Ullstein.
Nur wenige Schritte entfernt wohnten so bekannte Leute wie der Schriftsteller
Lion Feuchtwanger oder der Kritiker und Essayist Alfred Kerr. Den
Anstoß zum Bau des eigenen Hauses hatte Hans Fürstenberg gegeben. Dieser war
es leid gewesen, ständig die Nähe seines Vaters und Seniorchefs in der
gemeinsamen Privatwohnung ertragen zu müssen, die im Gebäude der Bank
eingerichtet war und die von dem verwitweten Vater mit dem als Junggeselle
lebenden Sohn geteilt wurde. Hans Fürstenberg berichtete später darüber:
„Ich durfte nicht daran denken, mir eine eigene Wohnung zu suchen, ein Grund,
der dazu beitrug, daß ich gegen 1923 energisch darauf drängen sollte, daß
alle Geschäftsinhaber mit eigenen Häusern ausgestattet wurden.“ Von den
damals gebauten Villen der Geschäftsinhaber der Berliner Handels-Gesellschaft
ist das Haus von Otto Jeidels in der Villenkolonie „Alsen“ erhalten
geblieben. Außerhalb
der Banken- und Börsenkreise machte Siegfried Bieber kaum von sich reden. Als
im März 1929 drei Geschäftsinhaber der Berliner Handels-Gesellschaft dem
Nobelpreisträger Albert Einstein zu dessen 50.Geburtstag ein Segelboot zum
Geschenk machten, blieben die Schenker in der Öffentlichkeit ungenannt. Es ist
deshalb nicht sicher, ob Siegfried Bieber, der damals einer von insgesamt fünf
Geschäftsinhabern war, an diesem Geschenk beteiligt gewesen ist. Nachdem
der Senior Carl Fürstenberg aus dem Kreis der Geschäftsinhaber ausgeschieden
war, leitete die Quadriga Gustav Sintenis, Otto Jeidels, Siegfried Bieber und
Hans Fürstenberg die Bank gemeinsam. Im März 1931 starb ganz überraschend
Gustav Sintenis. Hans Fürstenberg hebt in diesem Zusammenhang die Leistung von
Otto Jeidels als dem „damals wichtigsten Kollegen“ hervor, „der in der
schwersten Zeit und insbesondere nach dem Tode von Dr. Sintenis die größte
Last mit mir gemeinsam trug“. An anderer Stelle spricht Hans Fürstenberg von
der „Erschütterung, ... die ich damals mit Dr. Jeidels gemeinsam aufzufangen
haben sollte“. Eine dritte Bemerkung lässt geradezu auf eine Art „innerer Kündigung“
durch Siegfried Bieber schließen, wenn es in Bezug auf die Situation nach dem
Tod von Gustav Sintenis heißt: „Herr Bieber hatte sich andere Ziele
gesetzt.“ Das
Standing eines Bankiers der damaligen Zeit war in hohem Maße abhängig von
seiner Zugehörigkeit zu den Aufsichtsgremien der großen Industrie-, Handels-
und sonstigen Unternehmen. Aus dem „Adreßbuch der Direktoren und Aufsichtsräte“
von 1928 (also vor dem Ausscheiden von Carl Fürstenberg) sind die
entsprechenden Mandate der Geschäftsinhaber der Berliner Handels-Gesellschaft
bekannt. Carl
Fürstenberg 41 solcher Mandate. Otto Jeidels war Mitglied in 42 Aufsichtsräten.
Gustav Sintenis gehörte 35 Aufsichtsräten an, und Hans Fürstenberg, der mit
Abstand jüngste der fünf Geschäftsinhaber, kam auf 14 Mandate. Bei fast allen
Mandaten dieser vier Geschäftsinhaber handelte es sich um wichtige Unternehmen
aus Bergbau, Industrie, Verkehr, Handel oder Nachrichtenwesen. Auch
Siegfried Bieber war Mitglied verschiedener Aufsichts- bzw. Verwaltungsräte.
Diese Mandate betrafen jedoch (mit nur einer Ausnahme) solche Unternehmen, die
als ausführende Organe der Berliner Großbanken, als eine Art von verlängertem
Schreibtisch, betrachtet werden müssen.
Im inneren Führungskreis der Bank nahm Siegfried Bieber also eindeutig den
letzten Platz ein. Wie
mag es dazu gekommen sein? Als kurz nach dem Ende des ersten Weltkriegs Hans Fürstenberg
seinem Vater vorschlug, Siegfried Bieber die Mitinhaberschaft der Bank
anzubieten, geschah dies sicherlich in der Absicht, das Haus durch eine im In-
und Ausland bekannte und bewährte Persönlichkeit zu verstärken. Selbst in
Fachkreisen ging damals jedermann davon aus, dass sich die internationalen
Finanzbeziehungen in kurzer Zeit wieder normalisieren würden. Die
tiefgreifenden wirtschaftlichen Folgen des Krieges und die für Deutschland
niederschmetternden Ergebnisse der Verhandlungen in Versailles ließen jedoch
eine Rückkehr zu den Verhältnissen der Vorkriegszeit nicht zu. Die Kenntnisse
und Erfahrungen, die Siegfried Bieber auf dem Gebiet der Devisenarbitrage
klassischen Stils gesammelt hatte, waren damit praktisch entwertet. Zunächst
scheint jedoch Siegfried Biebers Tatkraft noch ungebrochen gewesen zu sein. Auch
wenn Hans Fürstenberg später den Ruhm für sich in Anspruch genommen hat, die
Richtung für den notwendigen geschäftlichen Umbau der Bank vorgegeben zu
haben, so schreibt er doch über Siegfried Bieber: „Er übernahm die Börse
und die Devisen, ich den ganzen Rest.“ In
der Folgezeit entwickelten sich die einzelnen Geschäftszweige der Bank
unterschiedlich, wobei das Kreditgeschäft, die Domäne Hans Fürstenbergs, an
Bedeutung gewann. Auch die Auslandsbeziehungen gerieten mehr und mehr unter
Kontrolle des jüngeren Fürstenberg. Als im Jahr 1931 das Deutsche Reich unter
dem Druck der Weltwirtschaftskrise eine umfassende Devisenkontrolle einführte,
war an eine eigenständige Geschäftstätigkeit auf diesem Gebiet, Siegfried
Biebers ureigenem Feld, nicht mehr zu denken. Selbst das, was an
Schadensbegrenzung noch zu tun blieb, z.B. die Transferierung verlustbedrohter
niederländischer Werte, wurde jetzt nicht durch Siegfried Bieber erledigt,
sondern durch Hans Fürstenberg. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass zurückhaltendes persönliches Wesen auf der einen Seite und unterschwellige Abgrenzung auf der anderen Seite sich gegenseitig verstärkt haben. Hans Fürstenberg, der erst 1938 aus Deutschland floh, erwähnt seine auch danach fortbestehenden Kontakte zu dem ebenfalls emigrierten Otto Jeidels. Über einen Kontakt zu dem 1935 emigrierten Siegfried Bieber ist nichts erwähnt. Das
Jahr 1929 gehörte zu den Krisenjahren der deutschen Landwirtschaft. Kleine und
große Landgüter wechselten reihenweise ihre Besitzer. Und so war die 4.
Auflage von Niekammers landwirtschaftlichem Adressbuch der Provinz Brandenburg
bei ihrem Erscheinen fast schon wieder veraltet. Dort ist als Eigentümer des
235 Hektar großen Gutes Dahmshöhe bei Altthymen, in der Nordwestecke des
Kreises Templin, noch der Geheimrat Richard Weber aus Berlin verzeichnet. Der
bei weitem größte Teil der Fläche bestand damals wie heute aus Wald, ganze 30
Hektar wurden als Ackerland ausgewiesen, 40 Hektar als Grünland. Entsprechend
gering war mit 5 Pferden und 22 Rindern der Viehbesatz. Als
Siegfried Bieber dieses Landgut erwarb, waren es nicht etwa landwirtschaftliche
Ambitionen, die ihn zu dem Kauf bewogen. Vielmehr ging er bald daran, sich hier,
fernab von allem Trubel, einen Landsitz zu schaffen, der auch einigen Abstand
von der alten Gutsanlage mit ihren unansehnlichen Wirtschaftsgebäuden halten
sollte. Ein solches Vorhaben war damals nichts Außergewöhnliches. Nicht nur im
Berliner Großbürgertum, auch unter den Film- und Theaterstars jener Zeit gehörte
es zum guten Ton, ein Landhaus, vielleicht sogar ein Schloss oder ein altes
Herrenhaus, sein eigen zu nennen. Nur allzu weit von Berlin entfernt sollte es
wiederum auch nicht sein. Wenn man
schon der Großstadt zeitweise entfloh, so suchte man sich dafür doch meist ein
gut erreichbares Plätzchen, denn schließlich wollte man dort auch Freunde und
Bewunderer empfangen. Das
Ehepaar Bieber ließ sich offenbar nicht von Vorstellungen dieser Art leiten.
Die zunehmend zurückgezogene Lebensweise der Biebers lässt sich auch an ihrem
Landsitz ablesen. Schon die Wahl des sehr abgelegenen Ortes kann kaum einladend
auf mögliche Besucher gewirkt haben. Und auch die Raumaufteilung, die bis in
die 1990er Jahre praktisch unverändert erhalten blieb, war für die
Unterbringung von Übernachtungsgästen ebenso wenig geeignet wie für Feste und
Feiern in größerer Gesellschaft. Als
Siegfried Bieber im Jahr 1930 das neue Haus bezog, war er 57 Jahre alt und, äußerlich
betrachtet, auf der Höhe seiner beruflichen Laufbahn. Auch wenn das Privatleben
des Bankiers vor der Öffentlichkeit abgeschirmt blieb, so wissen wir doch
heute, dass Siegfried Bieber und seine Frau Josephine engagierte Kunstsammler
waren. Ihr Interesse galt besonders der niederländischen Malerei des 17.
Jahrhunderts. Und so dürfen wir wohl annehmen, dass auch die Räume im Haus
Dahmshöhe einen Teil dieser Schätze beherbergt haben. Der von Siegfried Bieber
sorgfältig angelegte, 56 000 m² große Park lässt uns noch heute erahnen, wie
sehr sein Schöpfer die Schönheit der Landschaft empfand und wie sehr er zu
seinem Teil auch selbst gestaltend eingreifen wollte. So
wirft das Haus Dahmshöhe auch ein Licht auf das Persönlichkeitsbild Siegfried
Biebers und seiner Frau. Gleichzeitig gibt es aber auch Rätsel auf. Der
Architekt, den der Bauherr mit dem Bau dieses Hauses betraute, war kein anderer
als Paul Schultze-Naumburg. Dieser Mann war damals einer der namhaftesten
Architekten in Deutschland. Nicht in erster Linie durch seine Bauten war er
bekannt geworden, viel mehr noch durch seine rege publizistische Tätigkeit.
Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte er sich gegen die damals
vorherrschende eklektizistische und oftmals überladene Bauweise gewandt. Zeit
seines Lebens trat er für eine Rückbesinnung auf die handwerkliche und
gestalterische Qualität des Bauens ein, wobei er die Zeit um 1800 als das Maß
aller Dinge ansah. Da
Schultze-Naumburg sich vor allem dem Bau repräsentativer Villen und Herrenhäuser
zuwandte, ergab es sich wie von selbst, dass auch Bauherren aus den Kreisen des
jüdischen Großbürgertums seine Dienste in Anspruch nahmen. Ascher, Deutsch,
Goldstein, Hirschberg, Mendelssohn-Bartholdy und andere Namen füllten seine
Auftragsbücher. Und mit Max Liebermann verband ihn ein nahezu
freundschaftliches Verhältnis. Nach
dem ersten Weltkrieg bewegte sich Schultze-Naumburg jedoch immer mehr auf
rassistische und antisemitische Positionen zu. Im Jahr 1928 erschien sein Buch
„Kunst und Rasse“; zwei Jahre später wurde er Mitglied der NSDAP, für die
er auch in den Reichstag zog. Die öffentliche Debatte um Fragen der Kunst und
Kultur wurde weitgehend durch den Namen Schultze-Naumburg beherrscht. Ständig
war er in den Spalten der Presse präsent. Siegfried
Bieber können die Auffassungen seines Architekten nicht unbekannt geblieben
sein. Wenn trotzdem der Auftrag für Dahmshöhe an Schultze-Naumburg ging, muss
man wohl davon ausgehen, dass in den Augen Siegfried Biebers die rassistische
Einstellung dieses Mannes zurücktrat gegenüber einem gemeinsamen Verständnis
von traditionellem, landschaftsverbundenem, unprätentiösem Bauen. Umgekehrt
hat sich Schultze-Naumburg bis zu seinem Eintritt in die Nazipartei nie
gescheut, lukrative Aufträge von Juden anzunehmen. Später hat er in seinem
(1940 durch Rudolf Pfister herausgegebenen) Werkverzeichnis in einigen Fällen
versucht, durch Rückdatierungen und durch das Weglassen der Namen der Bauherren
seine Geschäftsbeziehungen zu Juden auf das in der Öffentlichkeit ohnehin
schon bekannte Maß zurechtzustutzen. So wurde z.B. auch der Bau von Dahmshöhe
in das Jahr 1926 zurückverlegt und der Name des Bauherrn verschwiegen. Schultze-Naumburg
hatte immer die Forderung erhoben, nach den Maßstäben der Zeit um 1800 zu
bauen. Wie weit er in Dahmshöhe diesem Anspruch treu geblieben ist, das lässt
sich heute durch einen – sicherlich reizvollen – Vergleich erschließen,
wenn man den nicht weit entfernten Lindenhof bei Templin betrachtet. Dieses
Gutshaus, später Landsitz und Trabergestüt des Berliner Kunsthändlers Bruno
Cassirer, ist ein Original aus jener Zeit. Für
verschiedene Autoren war das Haus Dahmshöhe offenbar eines derjenigen Werke
Paul Schultze-Naumburgs, die für diesen Architekten besonders typisch sind. So
erschien im Juli 1939 aus Anlass seines 70. Geburtstags in der aufwändig
gestalteten Zeitschrift „Die Kunst im Dritten Reich“ (zu deren Herausgebern
Albert Speer gehörte) ein Beitrag von Robert Scholz über Paul
Schultze-Naumburg. Eins der beiden Fotos, die diesen Beitrag illustrieren, zeigt
das Haus Dahmshöhe. Auch die Autoren des 1988 erschienenen Werkes „Der Bürgertraum
vom Adelsschloss“, Wolfgang Richter und Jürgen Zänker, haben ihre Ausführungen
über Paul Schultze-Naumburg mit einem Foto des Hauses Dahmshöhe bebildert. Die Elemente der Innengestaltung, soweit sie noch im Original vorhanden sind, bestätigen diesen Eindruck, allerdings nicht ohne Ausnahme. Die Stuckdecke im kleinen Salon und die Tür, die diesen Raum mit dem Gartensaal verbindet, sowie ein Einbauschrank im Obergeschoss verraten, dass der Architekt in diesem Bereich, der offenbar für Josephine Bieber bestimmt war, Konzessionen an den Geschmack der Bauherrin machen musste. Einen
Park zu formen ist eine Aufgabe, die viele Jahre erfordert. Siegfried Bieber war
in Dahmshöhe nur noch kurze Zeit gegeben. Nach der Machtübernahme durch die
Nazis hielten ihn weder die schöne Villa im Grunewald, noch das gerade erst
vollendete Dahmshöhe, noch die Rückendeckung durch die Berliner
Handels-Gesellschaft, die ihm noch längere Zeit gewährt wurde, in Deutschland.
Aus nächster Nähe hatte er erleben müssen, dass seine Nachbarn Lion
Feuchtwanger und Alfred Kerr, Juden wie er selbst auch, verfemt wurden. Am 10.
Mai 1933 brannten ihre Bücher auf dem Scheiterhaufen, den Joseph Goebbels auf
dem Berliner Opernplatz hatte anzünden lassen. Das
Ehepaar Bieber verließ Deutschland in der ersten Hälfte des Jahres 1935 und wählte
als Exil Maroggia, einen kleinen Ort am Luganer See in der Schweiz. Hier sprach
die Bevölkerung italienisch, und die Grenze zu Italien war nur einen
Katzensprung weit entfernt. Die Zeit, in der Siegfried Bieber in London die
Filiale einer italienischen Bank geleitet hatte, lag gut zwei Jahrzehnte zurück.
Trotzdem ist es natürlich denkbar, dass die damals gewonnenen Erfahrungen und
angeknüpften Verbindungen bei der Wahl des neuen Wohnsitzes eine Rolle gespielt
haben. In
der Schweiz waren deutsche Emigranten willkommen, vorausgesetzt, sie brachten
einiges Geld mit. Dies war bei den Biebers kein Problem, dafür machte sich ein
anderes bemerkbar. Nach dem Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit bekam man
einen schweizerischen Pass erst nach sechsjährigem Aufenthalt im Lande. Als
Ausweg bot es sich an, das Bürgerrecht im benachbarten Fürstentum
Liechtenstein zu beantragen. Dazu mussten die Bewerber ein nennenswertes Vermögen
nachweisen und eine beträchtliche Einbürgerungstaxe entrichten. Es gab deshalb
nur wenige Emigranten, insgesamt einige hundert, die diesen Weg gingen. Zu ihnen
gehörten die Brüder Georg und Martin Tietz, die bis 1933 Besitzer des größten
deutschen Warenhauskonzerns gewesen waren. Siegfried
und Josephine Bieber wurden in der Liechtensteiner Gemeinde Schellenberg eingebürgert.
Für sie, wie für die meisten Neubürger, erforderte dieser Schritt aber nicht
etwa den Umzug in das Fürstentum. Nachdem sie vor dem Regierungschef den Bürgereid
geleistet hatten, konnten sie ihren Wohnsitz in der Schweiz beibehalten. Das
Einbürgerungsansuchen des Ehepaars Bieber ist erhalten geblieben. Dieses
Dokument war der Zipfel, mit dem der Schleier ein wenig gelüftet werden konnte,
den Siegfried Bieber selbst über seine Vergangenheit gelegt hat. Die Unterlagen
der Berliner Handels-Gesellschaft, die man sonst hätte zu Rate ziehen können,
sind durch die Kriegs- und Nachkriegsereignisse verloren gegangen. Ebenso
wenig wie über seine Herkunft ist über Siegfried Biebers Stellung zum Judentum
bekannt. Religiöse Bindungen verstanden sich damals auch in den kleineren
Orten, wie Czersk, keineswegs mehr von selbst. Eine gewisse Nähe zum
Katholizismus ist bei Siegfried Bieber nicht auszuschließen. Seine Frau
Josephine bezeichnete sich bei der Einbürgerung in Liechtenstein als
Katholikin. Und in der Schweiz hatten die Biebers ihren Wohnsitz im katholisch
geprägten Tessin genommen Irgendwann
zwischen 1938 und 1941, angesichts der zunehmenden Ausdehnung des Machtbereichs
der Nazis in Europa, entschlossen sich die Biebers, in den USA Sicherheit zu
suchen. Dort starb Siegfried Bieber im November 1960, seine Frau folgte ihm zehn
Jahre später. Nachdem sie schon bei ihrer Emigration aus Deutschland eine
„Reichsfluchtsteuer“ in Höhe von 670 000 RM zu zahlen gehabt hatten, wurde
das Gut Dahmshöhe 1939 zwangsverkauft. Der Erlös kam auf ein Sperrkonto.
Zusammen mit anderen in Deutschland verbliebenen Vermögenswerten wurde der
Betrag später zu Gunsten des Reiches eingezogen. Die
Reichsfluchtsteuer war schon 1931 durch die Regierung Brüning eingeführt
worden; aber erst unter dem NS-Regime wurde sie zum Instrument der Ausraubung jüdischer
Bürger, die sich zur Emigration gezwungen sahen. Der Steuersatz betrug 25
Prozent, so dass man auf ein (inländisches) Vermögen Siegfried Biebers in Höhe
von rund 2,7 Millionen Reichsmark schließen kann. Trotz Zahlung dieser Steuer
durfte das Ehepaar außer dem üblichen Umzugsgut Vermögensgegenstände weder
mitnehmen noch auf andere Weise ins Ausland transferieren. Die Erhebung der
Reichsfluchtsteuer galt offiziell lediglich als Ausgleich für Steuererträge,
die der Wegziehende persönlich durch seine Arbeitskraft in Zukunft hätte
erbringen können. Immerhin
gelang es den Biebers, wertvolle Gemälde mitzunehmen. Auch Hans Fürstenberg
konnte bei seiner späteren Emigration die privaten Sammlungen ins Ausland
bringen. Man darf wohl vermuten, dass Siegfried Bieber schon Jahre vor seiner
Emigration Vermögenswerte nicht nur in Deutschland besaß, sondern auch im
Ausland, wahrscheinlich auch schon vor den Einschränkungen des Devisenverkehrs
durch die Brüning-Regierung. Siegfried Bieber galt als ein Mann, der mit der
Empfindlichkeit eines Seismographen jede noch so entfernt sich entwickelnde
Bedrohung registrierte. Und für einen gewieften Bankier, der an einer
entsprechenden Schaltstelle saß, gab es bis in die NS-Zeit hinein immer noch Möglichkeiten,
den einen oder anderen Wert in Sicherheit zu bringen. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs bemühten sich die Biebers nicht ohne Erfolg um die Rückerstattung des ihnen geraubten Vermögens. So konnten Siegfried und Josephine Bieber in den USA nach ihrem Tode eine Stiftung hinterlassen, die sich unter anderem der Förderung biomedizinischer Forschungen widmet. Eine Reihe von Kunstwerken, die von den Biebers noch vor 1933 in Berlin erworben worden waren, vermachte Josephine Bieber dem Metropolitan Museum in New York. An dieser Stelle möchte der Autor allen denen danken, die ihn in seiner Arbeit unterstützt haben, insbesondere Herrn Martin Conitzer (Wachtberg bei Bonn), Frau Jutta Goldmann (Leiterin des Hauses Dahmshöhe), Herrn Prof. Dr. Peter Hertner (Halle/Saale), Herrn Wolfgang Pohl (Vorstandsvorsitzender der „Lebenshilfe“ Land Brandenburg e.V.), Frau Marysia Pomiankowska (Warschau), Herrn Architekt Ingo Schürmann (Berlin), Frau Henny Steinke (Fürstenberg) und Herrn Mag. phil. Rupert Tiefenthaler (Liechtensteinisches Landesarchiv, Vaduz).
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letzte Änderung:3.9.2010 |